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komplex

/ wesen

Halli­masch be­zeich­net ei­ne Pilz­gat­tung, die aus meh­re­ren, schwer zu un­ter­schei­den­den Un­ter­ar­ten be­steht. Das dar­aus ent­ste­hen­de Ag­gre­gat wird auch Halli­masch Kom­plex ge­nannt. Auf­grund ih­rer be­son­de­ren Netz­werk-Struk­tur aus weit ver­zweig­ten Rhi­zo­mor­phen kön­nen sie sich ki­lo­me­ter­weit aus­deh­nen.

Da­mit ver­gleich­bar ist die Ar­beit un­se­res En­sem­bles – seit 2020 un­ter dem Na­men Halli­masch Kom­plex – die auf kon­stan­tem Aus­tausch in­ner­halb ei­ner flui­den Netz­werk­struk­tur be­ruht. Un­ser Stamm­team be­steht aus 11 Leu­ten aus den Be­rei­chen Schau­spiel, Fi­gu­ren- und Ob­jekt­thea­ter, Re­gie, Büh­ne, Kos­tüm, Sound­de­sign und Dra­ma­tur­gie. In­ner­halb die­ser Grup­pe set­zen sich be­reits lang­jäh­rig be­ste­hen­de Ar­beits­be­zie­hun­gen und künst­le­risch-for­ma­le Aus­ein­an­der­set­zun­gen fort. Wich­ti­ger Be­stand­teil sind au­ßer­dem (wie­der­keh­ren­de) Ko­ope­ra­tio­nen mit Künst­ler*in­nen ver­schie­de­ner Dis­zi­pli­nen. Die Gren­zen des klas­si­schen Schau­spiel- und Sprech­thea­ters wer­den da­bei auf­ge­löst und neu ver­han­delt.

Im Fo­kus ste­hen kon­se­quen­te For­mentschei­dun­gen, die es er­mög­li­chen, ge­sell­schaft­li­che Zu­sam­men­hän­ge kon­zen­triert zu be­fra­gen. In her­me­ti­schen Büh­nen­wel­ten wer­den die Re­geln, die wir in der Wirk­lich­keit als ge­setzt an­neh­men ra­di­kal um­ge­stellt, so­dass de­ren Fremd­heit und Ei­gen­ar­tig­keit wie­der klar spür­bar wird. So wird der vom ge­sell­schaft­li­chen Sys­tem in dem wir le­ben be­stimm­te Blick auf die ei­ge­ne Wirk­lich­keit selbst wie­der zum Ge­gen­stand der Be­trach­tung und als kon­stru­iert ent­larvt.

/ wachstum

Die ge­mein­sa­me künst­le­ri­sche Ar­beit ver­bin­det den halli­masch kom­plex be­reits seit 2012. Über meh­re­re Jah­re sind zu­nächst in un­ter­schied­li­chen Kon­stel­la­tio­nen Pro­jek­te in der Frei­en Sze­ne Wiens ent­stan­den, u.a. auch ein Gast­spiel in Russ­land 2014.

Die We­ge füh­ren 2018 in Ham­burg beim Fass­bin­der-Pro­jekt »Auf dem Mond, weil es so schmerz­haft wä­re, wie auf der Er­de« im Rah­men ei­ner Ko­ope­ra­ti­on der HfMT Ham­burg und dem Tha­lia Thea­ter in der Gauß­stra­ße wie­der zu­sam­men. 2019 folgt ih­re Pro­duk­ti­on »ME­DEA« auf Kamp­na­gel, wo­mit sie noch im sel­ben Jahr so­wohl zum Eu­ro­päi­schen Fes­ti­val für jun­ge Re­gie Fast For­ward in Hel­ler­au als auch zum in­ter­na­tio­na­len Thea­ter­fes­ti­val FI­AT in Mon­te­ne­gro ein­ge­la­den wer­den. In Mon­te­ne­gro ge­winnt die Pro­duk­ti­on die Prei­se für »Best Di­rec­tion« (Rie­ke Süß­kow) und »Best Ac­tress« (Aleksan­dra Co­ro­vic). 2020 ist die In­sze­nie­rung auch zum Per­for­mance Art Theat­re Fes­ti­val Tact in Tri­es­te ein­ge­la­den, was je­doch auf­grund der Pan­de­mie nicht statt­fin­den kann und vor­aus­sicht­lich 2021 nach­ge­holt wird. Als nächs­tes ist im Rah­men der Rei­he sta­ging the bau­haus ein Pro­jekt am Bau­haus in Des­sau ge­plant.

halli­masch kom­plex be­steht aus

Ju­lia Ca­ri­na Wachs­mann (Schauspiel), Sa­rah Zelt (Schauspiel), Katharina Fröhlich (Dramaturgie), Max Kurth (Schauspiel), Ste­phan Eber­hard (Schauspiel), Aleksan­dra Co­ro­vic (Schauspiel), Mar­len Du­ken (Bühne & Kostüm), Ri­chard Zapf (Schauspiel), Rie­ke Süß­kow (Regie), Ja­co­po Asam (Sound/Media), Li­sa Schöt­tel (Produktion)

(bis auf Lisa Schöttel im Bild von links nach rechts)